DS Bl├╝emlisalp


«Die Dampferfans landauf, landab kämpften engagiert auf eigene Faust für ihre Sache.»

Kaum ein Dampfschiff hat eine so bewegende Geschichte hinter sich wie die Blümlisalp. 1906 hiess es für den Salondampfer «Leinen los» zur Jungfernfahrt. Sie war das grösste, stärkste und eleganteste Schiff auf den Berner Oberländer Seen. Doch 1971 wurde die «Blüemlere» als letzter Raddampfer auf dem Thunersee ausser Betrieb gesetzt. Sie entging nur knapp der Verschrottung und stand 20 Jahre lang ungenutzt im Kanderdelta. Dampfschiff-Fans kämpften für den Erhalt, sogar eine kantonale Volksinitiative wurde eingereicht. Nach einer mehr als zwei Jahre dauernden Renovation konnte 1992 die zweite Jungfernfahrt gefeiert werden. Seither steht die «Blüemlere» wieder fahrplanmässig im Einsatz.
 

 
 

Technische Daten

Zweideckschiff mit Seitenantrieb, Salonschiff
Technische Daten nach Umbauaktion 1989-1992 (Vaporama)
 
Erbauer Escher Wyss & Cie Zürich
Länge über Perpendikeln 60.45 Meter
Länge über alles 63.40 Meter
Breite über Hauptspant 6.80 Meter
Breite über alles 13.30 Meter
Verdrängung leer 350 Tonnen
Tragkraft 750 Personen
Mittlerer Tiefgang leer 1.31 Meter
Mittlerer Tiefgang beladen 1.60 Meter
Anzahl Schotten 8
Hersteller der Maschine Escher Wyss & Cie Zürich
Maschinenbauart Schrägliegende 2-Zylinder Verbund-Dampfmaschine
Baujahr / Grossrenovationen 1906 / 1992 / 2006
Umbau auf Ölfeuerung 1992
Leistung 650 PS (bei 44 U/Min) / 478 kW
Kesselhersteller 1990 Schenkel, Oftringen
Durschnittlicher Verbrauch 16 kg/km